Etappe 8 – Louvarel – Colmar – 310 km

Wir sind nun in Colmar angekommen, einer mittelalterlichen Stadt im Elsass mit schöner Altstadt und gut restaurierten Fachwerkhäusern. Unser Campingplatz heißt Camping de l’Ill und liegt direkt am Fluss Ill. Von hier aus kann man das Stadtzentrum von Colmar entweder mit dem Fahrrad erkunden (etwa 15 Minuten) oder man nimmt den Bus Nr. 1 Richtung „Europa“. Die Fahrkarte kostet 1,60 € und kann direkt an der Rezeption gekauft werden. Die Bushaltestelle ist direkt an der Einfahrt zum Campingplatz, auf der anderen Straßenseite. Der Platz hat ein kleines, beheiztes Schwimmbad. Das Bistro ist nur im Juli und August geöffnet, obwohl der Platz jetzt auch ausgebucht war. Wir haben mit der Bimmelbahn eine 40minütige Tour entlang der Sehenswürdigkeiten unternommen, besonders das Klein-Venedig hat uns gut gefallen. Hier kann man Colmar auch mit einer Gondelfahrt vom Wasser aus entdecken.

Unser Fortbewegungsmittel in der Altstadt
Klein-Venedig

Etappe 7 – Sassenage – Louvarel – 218 km

Auf dem Weg ins Elsass machen wir spontan für eine Nacht Zwischenstation auf dem Campingplatz Le Domaine de Louvarel. Er liegt an einem Badesee, nur 5 Minuten von der Autobahn A39 entfernt (die wir aber nicht gehört haben). Der Platz gehört zu den gepflegtesten und saubersten Plätzen, die wir bisher gesehen haben. Wer nicht im See schwimmen möchte, hat dazu im beheizten Hallenbad oder dem Aussenbecken Gelegenheit. Es gibt außerdem einen Wasserspielplatz sowie 2 Wasserrutschen, die auch für jüngere Kinder geeignet sind. Schöne, neue Spielplätze, Hüpfburg und Trampolin runden das Angebot für Kinder ab. Ach ja, ein Ziegengehege gibt es auch noch.

Der Schwimmbad-Bereich, im Hintergrund die Wasserrutsche
Spielplätze gab es wirklich genug
Der Badesee, auch mit Spielplatz
Hüpfen geht immer

Etappe 6 – La Londre-des-Maures – Sassenage – 401 km

Wir verlassen das Mittelmeer und fahren Richtung Norden. Halt machen wir auf einem öffentlichen (und kostenlosen) Camp Municipal, auf dem wir 48 Stunden bleiben können. Wir kamen am Freitag um 17:30 Uhr an und konnten den letzten freien Stellplatz ergattern. Sassenage liegt in der Nähe von Grenoble. Ganz in der Nähe ist ein großer Park mit einem See, 2 Kinderspielplätzen sowie einen Minigolfplatz mit dazugehörigen kleinen Bistro. Normalerweise erwartet man hier Currywurst Pommes o.ä. aber hier gibt es ausgezeichnete Pizza, auch zum Mitnehmen, mit sehr guten Zutaten (z.B. Büffelmozzarella, Parma-Schinken, Pinienkerne usw). Als Bier vom Fass empfehle ich das Blonde aus einer kleinen Brauerei hier aus dem Ort. Am Samstagmorgen sind wir zuerst wieder auf den Spielplatz und anschließend zu Fuß zur kleinen Brauerei, deren Bier mir am Vortag so gut geschmeckt hat. Hier gibt es einen Shop und ich habe mir ein paar Flaschen für Zuhause gekauft.m Nachmittag haben wir die Höhlen von Sassenage besucht. Vom Campingplatz bis zu den Höhlen sind es mit dem Fahrrad nur 5 Minuten. Dann muss man aber noch ca. 100 Meter zu Fuß bergauf steigen. Führungen finden, im September, zweimal nachmittags statt. Auf eigene Faust kann man Höhlen nicht besichtigen. Siehe hierzu auch meine Rezension bei Google

Die Höhle ist wirklich schwierig zu begehen, aber Hedda hat das toll gemacht.
Das Laufrad ist immer dabei
Spielplatz vor malerischer Kulisse
Der öffentliche Campingplatz von Sassenage

Etappe 5 – Bormes-les-Mimosas – La Londre-des-Maures – 16 km

Ja, nur 16 km. Unsere kürzeste Etappe. Warum? Weil wir noch 2 Tage am Meer verbringen wollten, aber gerne auf einem anderen Campingplatz. Am liebsten wieder ein kleiner, familiärer Platz, in der Nähe vom Meer, idealerweise mit Pool. Fündig geworden sind wir nur 16 km entfernt auf dem Platz Les Jardins de la Pascalinette. Ein kleiner Platz, der zu ca. 25 Prozent aus Stellplätzen für Camper und zu 75 Prozent aus fest installierten Bungalows besteht. Der Platz ist recht günstig, für ADAC-Mitglieder oder ACSI-Card Inhaber gibt es noch einmal Prozente. Zu erwähnen ist, daß er für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Manche Mobilheime haben eine Rampe, es gibt spezielle Duschen und sogar einen Lift für den (beheizten) Pool. Es gibt noch einen kleineren Kaskaden-Pool, ein Babybecken, einen Wasserspielplatz sowie 2 Wasserrutschen. Die Poollandschaft ist sehr schön und wirkt für die Größe des Campingplatzes etwas überdimensioniert. Da jetzt Nebensaison ist, haben wir den Badebereich fast für uns allein, was sehr angenehm ist. Es gibt einen kleinen Supermarkt, in dem man das nötigste kaufen kann, sowie eine Bar, die abends auch Speisen anbietet. Wir haben zwar schon besser gegessen aber auch deutlich schlechter. Direkt neben der Terrasse gibt es einen kleinen Spielplatz, so hat man die Kinder gut im Blick. Der hintere Bereich des Campingplatzes grenzt an ein Weingut und man hat eine schöne Aussicht auf die Weinberge. Zum Meer sind es knapp 4 km. Wir waren heute noch einmal mit den Rädern dort, aber inzwischen kehrt auch hier in der Gegend der Herbst ein. Die See war wesentlich rauher als in den letzten Tagen.

Blick auf die Weinberge bei Sonnenuntergang
Heute war es bewölkt und windig am Strand…
… dann doch lieber in den beheizten Pool!
Wasserrutschen ohne Schlange zu stehen

Etappe 4 – Avignon – Bormes-les-Mimosas – 212 km

Seit Freitag sind wir am Mittelmeer auf dem Campingplatz Camp du Domaine. Das Personal ist sehr freundlich. An der Rezeption wird u.a. Deutsch gesprochen, da der Campingplatz von sehr vielen deutschen Urlaubern frequentiert wird. Der Platz ist wirklich groß, der größte Campingplatz, den wir, inklusive unserer Tour 2019, bisher besucht haben. Und diese Größe ist gleichzeitig auch der größte Nachteil. Die Nummerierung der einzelnen Parzellen ist unübersichtlich. Die „großräumigen“ Stellplätze findet man nur an den etwas abgelegenen Stellen. In Strandnähe stehen die Wohnwagen und Wohnmobile so eng zusammen, daß ein Rangieren sehr schwierig ist. Der südliche Teil des Areals ist außerdem stark ansteigend, mit Kinderwagen oder Fahrrad möchte man nur ungern täglich den Berg rauf und runter. Auch liegt der Kinderspielplatz nicht zentral, sondern am Eingang des Parks. Je nach Lage ist es aufgrund der Größe und der Höhenunterschiede schwierig, entweder den Strand oder den Spielplatz zu erreichen. Tipp: Man sollte sich vorher gut überlegen, welcher Platz für den Einzelnen strategisch am günstigsten ist. Dann kann man telefonisch mit der Rezeption einen Platz buchen, wie gesagt: die netten Damen und Herren sprechen perfekt Deutsch. Wer, wie wir, mit ganz kleinen Kindern dort ist, der sollte den nördlichen Strandabschnitt (Richtung Hafen) wählen. Hier ist der Strand breiter als im Süden, durch eine Buhne ist dieser Bereich vor Wellen geschützt und das Wasser ist ganz flach (etwa einen halben Meter tief). Wenn man abends (relativ) entspannt mit kleinen Kindern essen möchte, geht am Besten zur Sportsbar neben den Tennisplätzen. Hier gibt es einen schönen, großen Spielplatz direkt neben der Terrasse, es läuft Fussball auf Großbildleinwand, das Essen ist sehr lecker (ich empfehle die Burger) und insgesamt (auch die Getränke) etwas günstiger als im Restaurant am Supermarkt. Dieses ist qualitativ aber auch sehr gut, zu empfehlen sind hier die Muscheln mit Roquefort.

Blick auf die Sportsbar vom Spielplatz aus…
…und umgekehrt
Am Strand hatten die Kinder viel Spaß

Etappe 3 – Gigny-sur-Saône – Avignon – 342 km

Es geht weiter Richtung Süden und die Temperaturen steigen auf 30 Grad. Von Mittwoch bis Freitag übernachten wir auf dem Campingplatz Camping du Pont d’Avignon. Der Campingplatz liegt auf der Rhône-Insel Barthelasse. Kein 5-Sterne Campingplatz, die Sanitäranlagen sind renovierungsbedürftig. Auch die Stellplätze sind etwas kleiner als gewohnt. Aber positiv hervorzuheben sind zum einen das kleine aber schöne Freibad, das zum Campingplatz gehört sowie die freundliche Bedienung an der Bar bzw Restaurant. Hier gibt es auch ein gutes Craft-Bier mit Namen MOUSS’TIK, vom Fass versteht sich. Das Beste jedoch ist die kostenlose Fähre (die auch Fahrräder und Kinderwagen befördert) von der Insel ans andere Ufer und wieder zurück (ca. 10 Minuten zu Fuß vom Campingplatz). Man hat einen wunderschönen Blick auf die berühmte Pont d’Avignon und landet direkt vor den Toren bzw. Mauern des Papst-Palastes. Ja, es gab von 1378 – 1417 tatsächlich 2 Päpste (sogar 3), und Avignon war kurzzeitig, neben Rom, Sitz des Papstes. Unabhängig davon ist Avignon eine sehenswerte, mittelalterliche Stadt, die einen Besuch lohnt. Lohnenswert ist auch ein Aufstieg zu den angelegten Gärten oberhalb des Papst-Palastes. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf das Rhône-Tal und Hedda konnte nebenbei noch Pony reiten 😊🐎

Pont d’Avignon
Papst-Palast
Unsere Fähre
Ponyreiten
Ponyreiten, Teil 2

Etappe 2 – Fuussekaul – Gigny-sur-Saône – 471 km

Endlich Frankreich. Nach einer regnerischen Nacht in Luxemburg sind wir am Montagmorgen Richtung Süden gestartet. Es ging durch Metz auf der A31 nach Burgund. Unsere zweite Etappe führt uns zum Campingplatz Château de l’Epervière. Dieser Platz liegt, wie der Name schon sagt, an einem Schloss. Die Übernachtung ist mit 76 Euro nicht ganz billig, dafür bietet der Platz ein Restaurant, einen kleinen Supermarkt, montags und donnerstags Weinprobe im Gewölbekeller, dienstags und freitags werden Kanutouren auf der Saône angeboten. Es gibt ein kleines Freibad, mit separatem Bereich für Babies, sowie ein kleines Hallenbad. Außerdem gibt es einen Fahrradverleih, Spielplätze, einen See, erwähnte ich schon den Wein? Ursprünglich wollten wir hier nur 1 Nacht bleiben. Da wir aber erst um 17:30 angereist sind und uns der Platz so gut gefällt, machen wir kurzerhand 2 Nächte daraus.

Etappe 1 – Zülpich – Camping Fuussekaul – 152 km

Unsere erste Station führt uns nach Luxemburg. Da wir die Reise langsam angehen lassen wollten, haben wir uns eine kurze Etappe ausgesucht. Diese war jedoch aufgrund einer weiträumigen Umleitung ab Blankenheim länger als geplant. Aber so haben wir gefühlt jedes Dorf in der Südeifel durchquert. Wir passierten die Grenze zu Luxemburg bei Vianden und kamen am Samstagnachmittag auf dem Campingplatz Fuussekaul an.  Hier bleiben wir zwei Nächte.

Etappe 33 – Frankfurt-Riedberg – Zülpich: 220 km

Nach 74 Tagen, 6902 Kilometern und 10 Ländern sind wir zwar etwas müde aber wohlbehalten wieder Zuhause angekommen.

Etappe 32 – Nürnberg – Frankfurt-Riedberg: 236 km

Unser letzter Halt ist Frankfurt-Riedberg, wo wir am Abend Danielas Freundin Silja besuchen. Mittagspause machen wir am Rasthof in Geiselwind.

Hedda bei ihrem ersten McDonald’s Besuch

Einen Campingplatz brauchen wir für unsere letzte Nacht nicht mehr, wir parken auf dem Seitenstreifen vor dem Haus. Nach fast 3 Monate sind wir auch froh wenn wir morgen wieder Zuhause sind.

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